ProMiSe

Willkommen bei ProMiSe

Die Forschergruppe „Erfassung und Steuerung dynamischer lokaler Prozesszustände in Mikroreaktoren mittels neuer in-situ-Sensorik" (ProMiSe) beschäftigt sich mit der Entwicklung miniaturisierter Sensoren und deren Integration in Mikroreaktoren. Durch experimentelle Untersuchungen und eine detaillierte Modellierung soll ein tieferes Verständnis der Dynamik lokaler Transport- und Reaktionsvorgänge in solchen Systemen erreicht werden, das letztendlich für eine bessere Steuerung der Prozesse im Sinne höherer Produktqualität, Ausbeute, etc. genutzt werden kann. Im Mittelpunkt der Forschung stehen Verdampfungsprozesse, die Mehrphasenkatalyse, die Photochemie und die Synthese von Nanopartikeln.

ProMiSe wird von insgesamt 10 Arbeitsgruppen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg getragen und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

 

 

NEWS

Online-Workshop „Equality vs. Equity”

Im Rahmen des Projektes nahmen die Forscherinnen der Projektgruppe am 3. November 2020 an einem eigens organisierten online-Workshop zum Thema „Equality vs. Equity” mit Frau Nicole Günther teil. Frau Günther ist freiberufliche Trainerin und Beraterin mit Fokus auf Diversität und Unternehmenskultur, sowie Körpersprache. Aufgrund der aktuellen Coronasituation musste der zweite geplante Workshop-Tag zu den entsprechenden Praxis-Übungen leider verschoben werden. Die Wissenschaftlerinnen hoffen und freuen sich allerdings auf einen Nachholtermin im Frühjahr 2021!

 

Workshop „Cross Cultural Competencies"

Kompetenz auf Ebene der interkulturellen Kommunikation gilt als wichtiger Softskill in der heutigen globalisierten Welt. Um diese zu festigen und zu erweitern besuchten die Wissenschaftler*innen des Projektverbandes am 14. Oktober 2020 den Workshop „Cross Cultural Competencies" von Dr. iur. Katarzyna Schubert-Panecka.
Als Wissenschafts- und Wirtschaftsmediatorin, Trainerin und Business Coach bot Frau Schubert-Panecka ihre mehrjährige Erfahrung zu den Themen interkulturelle Kompetenz und konstruktives Konfliktmanagement an. Handlungskonzepte, wie etwa die Gewaltfreie Kommunikation, wurden den Teilnehmern vermittelt. Darüber hinaus wurde ein Perspektivenwechsel, frei nach Anais Nans Zitat „Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen sie so, wie wir sind." nähergebracht. Trotz Corona-Schutzmaßnahmen konnten auch interaktive Aspekte gewinnbringend in den Workshop integriert werden.

 

Workshop Modellierung und Simulation​

Am 27. und 28. Februar organisierte und hielt Dr. Alexander Stroh einen zweitägigen Workshop über die allgemeinen Konzepte der Modellierung und Simulation und die Anwendung dieser Themen auf unser Forschungsgebiet. Besonderes Augenmerk wurde auch auf eine praktische Einführung in die Grundlagen von OpenFoam und die Validierung der generierten Simulationsergebnisse gelegt. Jedes der Teilprojekte präsentierte einige individuelle Aspekte der Modellierung und Simulation in ihrer Forschung und diskutierte während der Poster-Sessions weiter. Der Workshop wurde von mehreren externen Vorträgen begleitet. Prof. Claire Adjiman vom Imperial College London hielt einen öffentlichen Keynote-Vortrag zu "Molekularsystemtechnik" und erläuterte einige Fallbeispiele, um Methoden zur Optimierung des Prozesses von der molekularen Entdeckung bis zur Anwendung zu zeigen. Zudem veranstaltete Prof. Adjiman eine Diskussionsrunde für Forscherinnen über die Bewältigung spezifischer Herausforderungen, die dieser Zielgruppe in der Berufswelt begegnen. Das "Karlsruhe House of Young Scientists" gab einen Überblick über die Fördermöglichkeiten, die junge Forscher*innen zur Finanzierung ihrer wissenschaftlichen Arbeit im Ausland beantragen können, sowie über weitere Unterstützungsangebote. Das Forschungsdatenmanagement-Team des KIT bot einen ergänzenden Vortrag über die am KIT verfügbaren Möglichkeiten und Infrastruktur an, die im Projekt erstellten Daten zu speichern und zu teilen.
Laura Trinkies und Bradley Ladewig haben bei der Organisation der Veranstaltung geholfen und ein zusammenfassendes Video (https://youtu.be/rbbHpxj1RGg) sowie Eindrücke von einigen Teilnehmern (https://youtu.be/vT4S1fz8RDI) sind verfügbar.

 

 

Forschungsaufenthalt im Adschiri Lab, AIMR, Tohoku Universität, Sendai, Japan (Feb. - April 2019)

​Anfang Februar 2019 war Christian Schüßler, Doktorand in Teilprojekt 4, für einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt bei der Gruppe von Prof. Dr. Tadafumi Adschiri an der Tohoku Universität in Sendai, Japan. Prof. Adschiri entwickelte in den frühen 1990er Jahren den Prozess der kontinuierlichen hydrothermalen Synthese (CHTS) zur Herstellung metalloxidischer Nanopartikel mit Hilfe überkritischen Wassers. Die dortigen Wissenschaftler verfügen über eine langjährige Expertise, was einen guten Wissenstransfer ermöglicht. Ebenso wird somit die internationale Zusammenarbeit gefördert, was zukünftig Kooperationen ermöglichen kann. Während der Zeit wurde eine Anlage zur Herstellung metalloxidischer Nanopartikel konstruiert, aufgebaut und charakterisiert. Das Forschungsvorhaben bezog sich anschließend auf kinetische Untersuchungen der Partikelbildung im Hinblick auf unterschiedliche Metallsalze.

Das Leben in Japan ist im Vergleich zu Deutschland sowohl in kulturellen als auch in alltäglichen Aspekten verschieden. Neben der Arbeit im Labor war die Vielfalt des Essens und die Existenz von Kultstädten im Einklang mit dem modernen Stadtbild beeindruckend.

 

 

DFG-Forschungsgruppe „ProMiSe" geht in die zweite Runde

Der DFG-Hauptausschuss hat am 2. Juli der Fortsetzung der DFG-Forschungsgruppe 2383 "Erfassung und Steuerung dynamischer lokaler Prozesszustände in Mikroreaktoren mittels neuer in-situ-Sensorik (ProMiSe)" für weitere drei Jahre zugestimmt. Die Forschungsgruppe geht auch in der am 1. August beginnenden zweiten Förderphase unverändert mit vier standortübergreifenden Teilprojekten in Karlsruhe und Freiburg an den Start. Es stehen mehrphasige Systeme in Mikrokanälen bei der Verdampfung, der heterogenen Katalyse, der Photochemie und der Nanopartikelsynthese im Fokus. Mikrosensoren und mikrooptische Analysensysteme werden eingesetzt, um diese Prozesse orts- und zeitaufgelöst zu verfolgen. Basierend auf den lokalen Daten soll außerdem eine modellgestützte Prozessregelung und Prozessführung demonstriert werden.

Link zur DFG-Pressemitteilung: https://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2019/pressemitteilung_nr_31/index.html External Link